"Folge der Arbeit und lass dich nicht von ihr verfolgen." (Aus Japan)Die richtigen Mitarbeiter bringen den Gewinn!Gliederung
Wie leicht ist es, gute Arbeitnehmer oder eine gute Arbeit zu (er-)halten?
Heuern und feuern ist teuer - sehr teuer!
"Heuern und feuern" - daran scheiden sich die Geister seit mehr als einem Jahrhundert. Die Gegner verteufeln diese Art der Mitarbeiterbehandlung als unsozial, unmenschlich, auch wenn sie durch einen "Goldenen Handschlag", eine Abfindung "versüßt" wird. Sie verweisen zudem darauf, dass ein Viertel des wirtschaftlichen Erfolgs von Unternehmen von der gelebten Wertekultur abhängt. Die Befürworter verweisen auf die positiven Effekte: In den USA z. B. haben nur 18 Prozent der Erwerbstätigen Angst vor Arbeitslosigkeit. In Deutschland steht für 86 % die "Angst vor Arbeitslosigkeit" an erster Stelle. Der Wiedereinstieg in Arbeit nach drei Monaten beträgt in den USA 74 Prozent, in Deutschland 17 Prozent. Das liberalere Arbeitsrecht in Amerika - sowie auch der Schweiz - sorgt dafür, daß man nicht nur leichter entlassen, sondern auch leichter eingestellt werden kann (hire and fire and - rehire!).
Unabhängig davon, ob es für die Unternehmen und die Arbeitnehmer juristisch leicht ist, Mitarbeiter und Arbeit zu heuern oder zu feuern, lohnt es sich für "beide Seiten" zu prüfen, was heuern und feuern so kostet und welchen Gewinn es jeweils bringt. Was denken Sie, kostet Ihr Unternehmen der Wechsel nur eines Mitarbeiters? - 1.000, 2.000, 4.000 Euro? Beispiel: Die US-Schnellimbisskette Dominos. Wollen Sie gleich einmal Ihre Fluktuationskosten kalkulieren?Beispiele und Kalkulationen für Fluktuationskosten finden Sie im Internet zahlreich. Besonders seit Anfang 2009 hat das IWK mehrfach auf die hohen Kosten verwiesen, die den Unternehmen durch Kündigungen entstehen. "Die Regelungen des Kündigungsschutzes kosten 7,5 Milliarden Euro pro Jahr ...
Hinzu kämen Kosten für das Personalmanagement. Für Schulungen von Mitarbeitern in den Personalabteilungen, für externe Rechtsberatungen sowie für den Aufwand, der mit der höheren Personalfluktuation infolge von befristeten Arbeitsverhältnissen einhergeht, gäben die Unternehmen etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr aus. Sie werden in Ihrem Unternehmen alles vermeiden wollen, was die Kosten für eine Entlassung erhöhen kann. Diese drohen vor allem, wenn Kündigungen nicht den formalrechtlichen Anforderungen entsprechend erfolgen. Für Sie als "Erste Hilfe" eignet sich folgende kleine Checkliste. Nicht zuletzt bieten rechtsichere Gestaltungen rund um Abfindungen eine Möglichkeit, für Unternehmen und Mitarbeiter einen Intressenausgleich bei geringen Kosten zu erzielen. Nicht weniger teuer - auf Berufsrückkehrer verzichten
Ein großes Potential von Fachkräften schlummert unter den Berufsrückkehrern aus der "Babypause". Immer mehr Unternehmen nutzen dieses Potential. Das IHK-Bildungszentrum Halle-Dessau veröffentlichte z.B. Ende 2006 Ergebnisse des Projektaudits berufundfamilie®: Unternehmen erkennen zunehmend ihren Vorteil, wenn sie die Arbeitsbedingungen familienfreundlich gestalten: Ihre Beschäftigten sind zufriedener, weniger krank und kehren aus der Elternzeit gern in ihren Betrieb zurück. Fachkräfte bewerben sich bevorzugt bei ihnen. In einem Teil der Unternehmen gibt es jedoch noch Vorbehalte, dass die Mehrkosten für die Beschäftigung berufstätiger Mütter zu hoch seien. Im Heft 4/2007 verweist "impulse" auf das Analyseergebnis einer Expertenkommision der Bundesregierung: Wer eine qualifizierte Mitarbeiterin wegen Schwangerschaft dauerhaft verliert, zahlt für Neuakquise, Einarbeitung und andere Folgekosten letztlich zwischen 19.000 und 27.000 Euro mehr - etwa das gleiche Ergebis, wie Sie es mit dem Fluktuationsrechner ermitteln können. Wäre es also nicht besser zu überlegen: was kann ich tun, um die besten Mitarbeiter zu (er)halten?Sicher - ein Unternehmen muss "atmen" können - wie Personalpolitik heute gern bildhaft beschrieben wird. Statt "heuern und feuern" sind unternehmensspezifische intelligente Beschäftigungsformen, flexiblere Arbeitszeitmodelle, moderne Vergütungssysteme und zusätzliche Vorsorgekapitale unerlässlich. Damit die Fluktuation senken - das sind starke Hebel, um mehr Gewinn im Unternehmen zu erzielen. Weil in den nächsten Jahren in vielen Berufen der Nachwuchs knapp wird, gewinnt die Aufgabe Mitarbeiterbindung an Gewicht. Hinzu kommt, dass der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung deutlich abnehmen wird, wenn die heutigen Renten- und Vorruhestandsregeln beibehalten werden, wie die folgende Grafik aus impulse, Heft 9/2004 zeigt: ![]() Was können Unternehmen also tun, um die richtigen, die in ihr Unternehmen passenden Mitarbeiter, zu gewinnen bzw. zu halten? Was meinen Sie? - Nutzen Sie doch einfach unser spezielles Angebot für dieses Thema:
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Letzte Aktualisierung: 18.03.2009
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