Die wichtigste Lehre eines Unternehmerlebens

In einem aktuellen Newsletter von Stefan Merath war heute ein hochinteressanter Gastbeitrag von Dr. Carl-Heinrich Freiherr v. Gablenz über die wichtigeste Lehre seines Unternehmerlebens zu lesen. Hier gekürzt einige Auszüge:

Carl von Gablenz: Die wichtigste Lehre meines Unternehmerlebens

 

Dr. Carl-Heinrich Freiherr v. Gablenz

Dr. Carl-Heinrich Freiherr v. Gablenz

„1. Wenn Du Angst (vorm Scheitern) hast – dann lass es bleiben!

Dann ist klar – Du bist kein Unternehmer – Du wärst nur gerne einer!

2. Wenn Du es nicht wagst, wirst Du Dir das nie verzeihen!

Das ist der Test – zwischen  1 und 2 entscheidet sich, ob Du Unternehmer bist oder nicht! Wer von seiner Idee, der Erfindung, dem Geschäftskonzept oder was auch immer so überzeugt ist, dass er davon nicht mehr wegkommt, der es wagt und keine Angst davor hat, dass es schief geht, der ist Unternehmer. Lieber geht es schief, aber ich habe es versucht! Tausend Mal besser als mir den Rest meines Lebens vorwerfen zu müssen: hättest du es doch zumindest versucht!“

Diese und die folgenden Lehren will Carl von Gablenz ausführlicher bei Light-the-Fire! in Hamburg vorstellen:

„3. Denke groß – und fange klein an!

6. Weglassen statt Hinzufügen!

7. Du überzeugst nie alle!

10. Der wichtigste Geist ist der Zeitgeist!

Was will ich damit sagen? Entgegen der üblichen Meinung nahezu aller Lehrmeister hängt der Erfolg eben nicht nur von einem selbst ab sondern in einem ganz erheblichem Maß von den äußeren Umständen. Positiv denken? Straffes Projektmanagement? Perfektes Controlling? Wenn mal gerade Krise angesagt ist – vergiß es!

Ich habe es selbst erlebt, wie unglaublich schnell wir mit dem CargoLifter in den Jahren 1996 bis 2000 vorangekommen sind. Da kommt einer daher, nicht einmal Ingenieur sondern Jurist und weder Manager in der Luftfahrt noch in der Logistik ist und sagt, wir bauen ein supergroßes Luftschiff und lösen damit die Transportprobleme des Anlagenbaus – die Turbine oder was auch immer per Luft vom Werkshof zur Baustelle in Kasachstan! Innerhalb von 4 Jahren von – wie Bitte? Was soll das? Geht das denn? Aber die Hindenburg! Wie wollen Sie denn? – bis zum Börsengang und 70.000 Aktionären mit 300 Mio privatem Kapital! Niemand (und schon gar nicht ich als ehemaliger Banker)  hätte 1996 bei der Gründung der Aktiengesellschaft gedacht, dass wir im Jahr 2000 an der Börse sind – und dann auch noch in dem MDAX kommen – ohne Produkt, ohne Umsatz und nur Anlaufverlusten!  Okay – der CargoLifter war und ist sinnvoll und wir haben das auch nicht schlecht gemacht, aber wenn der Zeitgeist nicht auf Innovation, offene Welt, neue Märkte etc. getrimmt gewesen wäre, wäre das nie möglich gewesen.

Dann krachen die Flugzeuge in die Twin Tower – und rups ist die gesamte Flugzeugzulieferindustrie in der Krise – und damit unsere Partner quasi “weg”. Dann bricht der neue Markt zusammen und alle Welt macht einen auf Krise. Mal abgesehen davon, dass nun keiner mehr in die Zukunft investieren will, da ja die Welt gerade untergeht, verlieren Sie ihre innovativen Ansprechpartner in den Konzernen, der Politik, der Entscheiderebene – die werden nämlich ruckzuck durch Controller ersetzt! So schnell wie der Zeitgeist sich vom innovativen Vordenker zum Reichsbedenkenträger wandelt, können Sie nie und nimmer reagieren. Wer nicht cash-positiv ist, geht einfach Pleite. Und dann kommen die Geier und die, die schon immer alles besser wussten, und die, die nur darauf gewartet haben, einem den Todesstoß zu versetzen, denn solche Typen stören. Und natürlich rennt die Meute der Journalisten los und befriedigt das Bedürfnis des Volkes, diese Versager und Betrüger aufs Schaffott zu schicken. Das sind in dem Fall die Klauen des Insolvenzverwalters und in Deutschland damit eigentlich der wirtschaftliche Tod.

Nun, der echte Unternehmer gibt eben nicht auf, wird aber sicher schlauer – oder wie man offiziell sagt “hat aus den Fehlern gelernt”. Einige dieser Erkenntnisse bzw. Erfahrunge habe ich versucht, in diesen 10 Unternehmer-Regeln griffig zusammenzufassen. Die wichtigste Lehre ist aber die über den Zeitgeist. Die Kunst besteht also darin, diesen zu erkennen und sein Verhalten – die Unternehmensstrategie und -führung – jeweils darauf einzustellen und sich so aufzustellen, dass man mit den zu erwartenden Veränderungen besser klar kommt. Und diese Veränderungen kommen immer – man weiß nur nicht wann und in welche Richtung!

Ist das alles? Nein – wir wären ja nicht echte Unternehmer, wenn wir nicht zugleich versuchen würden, den Zeitgeist zu beeinflussen! Wie lautet der schöne Spruch, den ich in London mal in der U-Bahn gelesen habe?

 ‚You can not change the past!'“

Wenn Sie mehr von den Erfahrungen solcher Unternehmer wie Carl von Gablenz profitieren wollen, dann nutzen Sie die Chance bei Light-the-Fire! in Hamburg.

Mit freundlicher Empfehlung

Dagmar Meinz

PS: Inhaber von Diamond-Tickets können im speziellen Diamond-Bereich von Light-the-Fire! in Hamburg auch mit vielen Rednern direkt sprechen.

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Als Beraterin und Trainerin helfe ich Selbstständigen und Unternehmern, sich leichter und schneller in den oft ungeliebten betriebswirtschaftlichen Aufgaben zurecht zu finden und sich mit Ihrem Unternehmen wirkungsvoller zu präsentieren, um letztendlich dank mehr Umsatz und Gewinn Beruf und Familie besser vereinbaren zu können.