Digitalisierung und Arbeit 4.0

Digitalisierung und „Arbeit 4.0“ hat entscheidende Auswirkungen auf das Mitarbeiter-Chef-Verhältnis. Arbeiten auf Augenhöhe mit neuen Anforderungen an Führung in der Berufswelt.

Digitalisierung und „Arbeit 4.0“

Foto: djd/randstad/thx

(djd). Mit der Digitalisierung ändert sich rasante die Art, wie wir leben, kommunizieren und arbeiten. Digitale Technologie ist ein fester Bestandteil des Alltags geworden, der unsichtbare Motor, der die Welt um uns herum antreibt. Wie wird die Entwicklung weitergehen, wie werden sich Anforderungen in der Arbeitswelt ändern?

Diesen Fragen geht beispielsweise der Personaldienstleister Randstad nach. Anlass ist die Tatsache, dass das Unternehmen seit 50 Jahren auf dem deutschen Arbeitsmarkt aktiv ist. In zehn Thesen werden die neuen Herausforderungen am Arbeitsmarkt und im Personalwesen beleuchtet. Das Dokument steht unter www.randstad.de/workforce360/digitaler-wandel als pdf zum Download bereit. Eine These behandelt die wichtige Frage, wie Chefs und Mitarbeiter unter den Bedingungen der „Arbeit 4.0“ miteinander umgehen sollen.

Die Experten sind die Mitarbeiter, nicht der Chef

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist auch eine Herausforderung für Vorgesetzte, die eine gute Teamleistung und ein respektvolles Arbeitsklima sicherstellen müssen. Sie müssen ihren Führungsstil an die Veränderungen anpassen. „Flexible Arbeitsmodelle lassen sich durch traditionelle Personalführung nur schwer steuern“, meint beispielsweise Susanne Wißfeld, Geschäftsführerin Business Area South beim Personaldienstleister. Der Begriff „Agile Führung“ spiegele wider, dass alle Beteiligten am Unternehmenserfolg – Mitarbeiter und Führungskräfte – flexibler auf Herausforderungen und Unvorhergesehenes reagieren müssen.

 

Dies erfordere eine erhöhte Selbstständigkeit der Mitarbeiter und ein ganz neues Selbstverständnis bei Vorgesetzten. „Gute Führungskräfte wissen: Die Experten sind die Mitarbeiter, nicht sie selbst. Der Chef, der alles selbst am besten kann, gehört in der modernen Arbeitswelt mit ihren komplexen Aufgabenbeschreibungen der Vergangenheit an“, so Wißfeld. Vorgesetzte, die überall die Finger im Spiel haben möchten, würden sich selbst, den Mitarbeitern und dem Unternehmen die Möglichkeit nehmen, ihre Potenziale voll auszuspielen und sich weiterzuentwickeln: „Die Führungskraft definiert das Ziel, die Mitarbeiter gestalten den Weg.“

Gestaltungsfreude statt Machtkämpfe

“Es wird darum gehen, Menschen zu führen, die auf Augenhöhe sind“, betont auch Svenja Hofert, Management- und Karriereberaterin in Hamburg. Viele Manager der Generation Babyboomer, also der bis 1964 geborenen, und der Generation X, geboren zwischen 1965 und 1980, würden den Konflikt mit den sogenannten Digital Natives erleben, die andere Erwartungen an das Arbeitsleben stellen. „Die Generation Y will selbstorganisiert arbeiten, mitreden, sie sucht eine offene und gestaltungsfreudige Umgebung. Machtkämpfe sind ihr fremd“, erklärt Hofert.

Hindernisse aus dem Weg räumen

Foto: djd/Randstad/Getty

(djd). Die Digitalisierung macht Führung nicht überflüssig, sie verändert sie aber komplett. „Führungskräfte müssen nun Bedingungen schaffen, damit Menschen fruchtbar miteinander arbeiten“, erklärt beispielsweise Svenja Hofert, Management- und Karriereberaterin aus Hamburg. Die Aufgaben würden sich darauf verlagern, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, Ressourcen zu stärken und für eine Verbesserung der Zusammenarbeit zu sorgen. Wenn Arbeitgeber auf die neuen Herausforderungen keine Antwort bieten, würden sie die besten Mitarbeiter verlieren. Nachzulesen sind die Thesen von Svenja Hofert im White Paper „Wie wir in Zukunft arbeiten“, das Dokument steht unter https://www.randstad.de/workforce360/digitaler-wandel als pdf zum Download bereit.

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Dagmar Meinz
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