Erfolgreich Mitarbeiter gesucht … und gefunden

Im Kurzbericht 26/2011 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bestätigen die Autoren erneut, dass persönliche Kontakte der eigenen Mitarbeiter für Unternehmen in Deutschland der erfolgreichste Weg zur Stellenbesetzung sind. Welche Unterschiede gibt es dennoch und wie können Unternehmen und Jobsuchende diese zielgerichtet erfolgreich nutzen?

25 Prozent aller Stellenbesetzungen in der Bundesrepublik beruhten im Jahr 2010 auf persönlichen Kontakten der eigenen Mitarbeiter. Mittels Inseraten in Zeitungen und Zeitschriften wurden 23,5 Prozent und mittels Kontakten zur Arbeitsagentur 15,3 Prozent der Stellen besetzt. Stellenausschreibungen im Internet sind insgesamt nur bei 14 Prozent aller Rekrutierungen entscheidend. Bereits im IAB-Kurzbericht Nr. 24 hatte ein anderes Autorenkollektiv die Rolle sozialer Netzwerke signifikant nachgewiesen.

 

Mitarbeitersuche in Ostdeutschland häufiger über Arbeitsagentur, Initiativbewerbungen und private Arbeitsvermittlungen

Allerdings gibt es in mehrfacher Hinsicht deutliche Unterschiede, die Unternehmen und Stellensuchende beachten sollten.

Unterschiedlich erfolgreich werden beispielsweise Stellen in Ost und West besetzt. In Ostdeutschland verlaufen Stellenbesetzungen durch Vermittlung der Arbeitsagentur, durch Initiativbewerbungen und private Arbeitsvermittlungen erfolgreicher als in Westdeutschland.

In Großunternehmen häufiger Mitarbeitersuche über Internet

Ebenso gibt es deutschliche Unterschiede, wie Mitarbeiter erfolgreich in Großunternehmen ab 500 Beschäftigten und in Kleinunternehmen gesucht und gefunden werden. Abweichend von den genannten Durchschnittswerten führt in Großunternehmen die Mitarbeitersuche über das Internet zu etwa einem Drittel erfolgreich zur Stellenbesetzung. Mit Hilfe von Inseraten in Printmedien werden ein Viertel und mit internen Stellenausschreibungen noch 12 Prozent der Arbeitsplätze besetzt. Aufgrund persönlicher Kontakte der Mitarbeiter werden nur 10,6 Prozent der Stellen erfolgreich besetzt.

Mitarbeiter mit Hochschulabschluss sind über Internet erfolgreicher

Nicht zuletzt ist auch die Stellenbesetzung je nach Qualifikation der Mitarbeiter unterschiedlich ausgeprägt:

  • Mitarbeiter ohne Berufsabschluss werden am häufigsten über persönliche Kontakte und Inserate in Printmedien (jeweils 33 Prozent) eingestellt. Die Vermittlung durch die Arbeitsagentur folgt mit 13 Prozent.
  • Auch Mitarbeiter mit Berufsabschluss werden bevorzugt über persönliche Kontakte (24 Prozent) eingestellt, danach über Inserate (22 Prozent) und Kontakt zur Arbeitsagentur (gut 20 Prozent).
  • Mitarbeiter mit einem Hochschulabschuss werden dagegen am häufigsten über Stellenangebote im Internet (33,5 Prozent) gewonnen. Inserate (22 Prozent) und Kontakte der Mitarbeiter (19 Prozent) spielen auch für diesen Personenkreis eine wichtige Rolle.

(Quelle: IAB-Kurzbericht 26/2011)

Damit besonders kleine und mittlere Unternehmen leichter und kostengünstiger geeignete Mitarbeiter über persönliche Kontakte und soziale Netzwerke gewinnen können, führt das Institut für Alternative Betriebsführung – Dagmar Meinz + Partner GbR spezielle Seminare und Coachings für Mitarbeiter- und Jobsuchende durch.

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