Fehlende Nachfolgeregelung kostet Geld

Eine fehlende Nachfolgeregelung kostet Geld – dessen sind sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer noch nicht bewusst. Hier ein Beispiel:

Fehlende Nachfolgeregelung – Banken verlangen mehr Geld

„Überrascht war StB Michael Becker (Name der Redaktion bekannt), als seine Bank seinem Wunsch nach einer Erhöhung des Kontokorrentkontos nicht nachkam. Die Begründung kam prompt: Becker sei mit seinen 55 Jahren zu alt, zudem fehle eine Nachfolgeregelung. Darum hatte er sich eigentlich gar nicht gekümmert. Seine beiden Kinder hatten kein Interesse daran, die Kanzlei zu übernehmen. Becker wusste das zwar schon einige Zeit, allerdings hatte ihn erst der negative Bescheid der Bank dazu gebracht, entsprechende Planungen zu entwerfen.“ (haufe.de, 23.10.2014)

Mit 55 Jahren – wie der Steuerberater in diesem Beispiel denken aber noch zu wenige an eine Nachfolgeregelung. Dass eine fehlende Lösung dann richtig Geld kosten kann, dessen sind sich noch weniger Betroffene bewusst.

Hinzu kommen nicht selten auch noch andere Motive. In diesem Fall waren es der mögliche Verkaufserlös und noch bestehende Darlehen. Denn bei seinen Berechnungen stellte der Inhaber fest, dass ein realistischer Preis für seine Kanzlei beileibe nicht reichen würde, sein Auskommen in den arbeitsfreien Jahren zu sichern. Zudem wollte er noch Schulden abzahlen.

Nachfolgeregelung

Auch diese Gründe belegen, dass eine Nachfolgeregelung ein sehr komplexer Vorgang ist, der einer längerfristigen Planung bedarf und meist nur über mehrere Jahre umgesetzt werden kann.

Denn es geht nicht nur darum, einen geeigneten Nachfolger zu finden, sondern möglichst ja auch einen günstigen Absprung zu erwischen. Das ist wie beim Skispringen: Je kürzer der Anlauf, um so kürzer der Sprung. Doch wer mit 60 Lebensjahren heute aus dem Berufsleben aussteigt, hat ja durchschnittlich noch 18 Jahre (als Mann) bis 24 Lebensjahre (als Frau) vor sich. Dafür sollten die Ersparnisse und das verbleibende Einkommen schon reichen.

Nicht zuletzt legen Unternehmerinnen und Unternehmern oft Wert darauf, dass die langjährigen Beschäftigten eine berufliche Perspektive behalt

en und eine Unternehmensübergabe nicht in Arbeitsplatzverluste mündet. Im Fall der Familiennachfolge kann gerade dieser Aspekt auch noch erbschaftsteuerliche Folgen haben.

Sofortkredit

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Dagmar Meinz
Als Beraterin und Trainerin helfe ich Selbstständigen und Unternehmern, sich leichter und schneller in den oft ungeliebten betriebswirtschaftlichen Aufgaben zurecht zu finden und sich mit Ihrem Unternehmen wirkungsvoller zu präsentieren, um letztendlich dank mehr Umsatz und Gewinn Beruf und Familie besser vereinbaren zu können.