Glücksforscher Ruckriegel zur Verantwortung von Chefs

Glücksforscher Karlheinz Ruckriegel erklärt in einem Interview in der „Welt“ vom 01.01.2013 Ansätze, Probleme und die Rolle des Chefs für glückliche Mitarbeiter.

„Untersuchungen zeigen, dass zufriedene, glückliche Mitarbeiter die wirtschaftlichen Ergebnisse verbessern. Angesichts der Arbeitskräfteknappheit aufgrund der demografischen Entwicklung werden Unternehmen gar nicht daran vorbeikommen, mehr für das Glück ihrer Arbeitnehmer zu tun, wollen sie nicht zunehmend Probleme um qualifizierte Mitarbeiter bekommen. Zu denken ist hier etwa an die Personalführung, die Work-Life-Balance und die Arbeitsplatzgestaltung.“

Weshalb ist diese Erkenntnis über die wirtschaftliche Bedeutung zufriedener Mitarbeiter gerade für Unternehmensführungen in Sachsen-Anhalt nachdenkenswert?

Das lässt sich aus den Zufriedenheitswerten schließen, die im sogenannten „Glücksatlas“ dokumentiert sind. Der Glücksatlas 2012 für Deutschland beruht im Wesentlichen auf den Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und umfasst die Skala von 0 (ganz und gar unzufrieden) bis 10 (ganz und gar zufrieden).

„Die Werte liegen bundesweit in einer Bandbreite zwischen 7,23 in Hamburg und 6,56 in Sachsen-Anhalt.“

Und was kann jeder selbst tun, um sein Glücksgefühl zu steigern?

Nach Aussagen von Karlheinz Ruckriegel kann jeder selbst eine ganze Menge für seine Zufriedenheit tun: Wir können

  • unsere innere Haltung und
  • unsere Denkgewohnheiten verändern,
  • uns Ziele setzen,
  • Dankbarkeit zeigen,
  • Optimismus trainieren,
  • Grübeleien und soziale Vergleiche vermeiden,
  • Hilfsbereitschaft stärken,
  • soziale Kontakte vertiefen,
  • vergeben lernen,
  • Flow-Effekte suchen
  • und für den Körper sorgen …

Quelle: WELT, 01.01.2013

Dagmar Meinz
 

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