Investitionsabzugsbetrag – Steuern sparen für Gründung und Umweltschutz

Investitionsabzugsbetrag – Steuern sparen für Gründung und Umweltschutz – das ist jetzt noch einfacher möglich. Wer kann solch einen Vorteil nutzen? – Gute Botschaft für angehende Existenzgründer und umweltbewusste Investoren.

Investitionsabzugsbetrag erleichtert Existenzgründung

InvestitionsabzugsbetragDas Bundesfinanzministerium (BMF) hat in den letzten Jahren mehrfach die Nachweispflichten für Existenzgründer, die einen Investitionsabzugsbetrag geltend machen wollen, erleichtert. Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) können die steuerliche Begünstigung gem. § 7g des Einkommensteuergesetzes (EStG) für eine Investitionsförderung noch leichter nutzen.

Wenn Betriebsinhaber bereits vor der Investition einen Teil der künftigen Abschreibungen steuerlich geltend machen, so führt das zu einer steuerlichen Entlastung. Mit dem Investitionsabzugsbetrag will der Gesetzgeber Investitionen beispielsweise in Computer, Büroausstattung, PKW und andere Wirtschaftsgüter erleichtern.

Investoren können gemäß Steueränderungsgesetz 2015 den Investitionsabzugsbetrag innerhalb des Investitionszeitraums frei nutzen.

 

Existenzgründer sparen Einkommensteuer und gewinnen Geld für Investitionen

Von dieser Regelung zum Investitionsabzugsbetrag profitieren vor allem künftige Unternehmer und Selbstständige, die demnächst einen Betrieb oder eine Praxis eröffnen. Sie dürfen bis zu 40 Prozent der Investitionskosten – höchstens aber 200.000 Euro je Betrieb – als vorweggenommene Betriebsausgaben geltend machen. Damit senken sie ihr zu versteuerndes Einkommen und sparen Einkommensteuer.

Beispiel für ein Ehepaar:

Das Ehepaar hat 2019 ein zu versteuerndes Einkommen von 200.000 Euro – ein Partner will sich demnächst selbstständig machen. Dafür sind Investitionen von 150.000 Euro geplant, für die der Investitionsabzugsbetrag in voller Höhe genutzt wird.

Einkommensteuer ohne Nutzung des Investitionsabzugsbetrages:

zu versteuerndes Einkommen vor der Investition: 200.000 Euro

Einkommensteuer inkl. Solidaritätszuschlag: 70.092 Euro (Splittingtarif)

 

Einkommensteuer mit Nutzung des Investitionsabzugsbetrages:

zu versteuerndes Einkommen vor der Investition: 200.000 Euro

Investitionsabzugsbetrag 40 % von 150.000: 60.000 Euro

zu versteuerndes Einkommen vor der Investition: 140.000 Euro

Einkommensteuer inkl. Solidaritätszuschlag: 43.506 Euro (Splittingtarif)

Die Steuerersparnis beträgt 26.586 Euro

 

Steuern sparen bei Abfindung und für den Umweltschutz

Wer diesen Steuervorteil des Investitionsabzugsbetrages nutzen will, weil er Kündigung und Abfindung erhalten hat, kann teilweise noch mehr Steuern sparen. Denn durch den Investitionsabzugsbetrag wird das normale zu versteuernde Einkommen gesenkt. Damit sinkt auch die Steuerprogression auf die Abfindung.

Gern nutzen diese Chance auch Betreiber von Photovoltaikanlagen. Denn wenn sie den Strom aus einer solchen Anlage ins Netz einspeisen, werden sie zu Gewerbetreibenden. Sie können die Investitionsförderung beanspruchen, wenn sie die Anlageninvestition bis spätestens zum Ende des 3. Folgejahres vornehmen.

Achtung: Diese steuerliche Gestaltung ist nur vorteilhaft, wenn in den nächsten 3 Jahren tatsächlich die geplanten Maschinen, Anlagen oder Fahrzeuge angeschafft werden.

Eine recht ausführliche und zugleich übersichtliche Zusammenfassung zu einkommensteuerlichen und umsatzsteuerlichen Fragen des Betriebs einer Photovoltaikanlagen mit Beispielen finden Sie beispielsweise zum Download beim Bayerischen Landesamt für Steuern: Hilfe zu Photovoltaikanlagen

 

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