Unternehmen – ein lebendiger Organismus

Das Unternehmen – ein „lebendiger Organismus“

Wie müsste ein Unternehmen heute strukturiert sein und arbeiten?

Wünschen Sie sich ein Unternehmen, das sich gewinnbringend fast wie von selbst den ständig wechselnden Marktbedingungen anpasst?
Wünschen Sie sich ein Unternehmen, das mit Kunden und Lieferanten ständig zum gegenseitigen Nutzen verkehrt, weshalb es von diesen als einzigartig geschätzt wird?
Wünschen Sie sich ein Unternehmen, in dem jeder Mitarbeiter von sich aus dazu beiträgt, dass das Unternehmen insgesamt „gesund“ bleibt?
Wünschen Sie sich ein Unternehmen, in dem jeder seine Rolle bestens ausfüllt und sich sicher fühlt, dass auch alle anderen ihre Rolle bestens ausfüllen?
Wünschen Sie sich ein Unternehmen, in dem sich jeder so entwickelt, dass er und das Unternehmen immer leistungsstärker werden?
Wünschen Sie sich ein Unternehmen, in dem Sie nicht alles erst selbst veranlassen müssen, sondern wo jeder täglich von allein so arbeitet, dass es zum Vorteil des Unternehmens ist?
Kennen Sie irgend etwas, was schon seit Jahrtausenden genau auf diese Art funktioniert?

Jeder lebende Organismus funktioniert so!

Ein Unternehmen sollten wie ein lebender Organismus arbeiten

Mit dem Begriff Organismus (griech.: Organon = Werkzeug) wird ein System bezeichnet. Ein System verfügt über bestimmte Eigenschaften, eine ihm eigene Struktur und ein bestimmtes, ihm eigenes Verhalten.

Das System eines lebenden Organismus ist darüber hinaus gekennzeichnet durch einen Stoffwechsel mit der Umwelt und durch Wachstum. Ein Organismus verfügt über die Fähigkeit, Reize zu verarbeiten und sich fortzupflanzen.

Möglicherweise stellen Sie sich jetzt sozusagen bildlich vor, wie das am Beispiel eines menschlichen Organismus aussieht:

  • Ein Organismus hat Organe und Zellen mit jeweils spezifischen Funktionen. Sie bilden gemeinsam ein eigenständiges Ganzes, wirken nach eigenen Gesetzen zusammen.
  • Der Organismus tauscht ununterbrochen mit der Umwelt Stoffe, Energie und Informationen aus (wie auch die Organe untereinander). Das ist für beide Seiten vorteilhaft, sonst würde der Organismus sich ja selbst seiner Existenzgrundlagen berauben oder vernichtet werden.
  • Der Organismus ist auf diese Art fortlaufend aktiv. Als System ist er zugleich offen für Entwicklung. Das heißt auch, er ist fähig, selbst zu lernen, sich neuen Bedingungen flexibel anzupassen und zugleich zu vervollkommnen.
  • Durch ein Netzwerk von Nerven und Gefäßen zwischen den Organen bildet er ein sich selbst regulierendes System. Jedes Organ „arbeitet“ sozusagen für sich und im Vertrauen auf die anderen – und springt notfalls so gut es geht ein, wenn ein anderes versagt. (Es dauert nur ca. 30 Minuten, dann übernehmen Hirnzellen, die „überflüssig“ geworden sind, neue Aufgaben.)
  • Bei Störungen im Organismus wird kein schuldiges Organ gesucht, das versagt hat(!), sondern es wird selbständig mehr gearbeitet und mit anderen Organen zusammen gehandelt.
  • Kein Organ steht über dem anderen, „fühlt“ sich keinem überlegen, sondern trägt wie selbstverständlich seine „Verantwortung“ im Interesse des gesamten Organismus.
  • Selbstorganisation des Organismus sichert den Erfolg.

Grundsätze für Alternative Betriebsführung im Unternehmen

Leider herrscht noch heute in den meisten Unternehmen eine Aufbau- und Ablauforganisation, die ihre Wurzeln in vergangenen Jahrhunderten hat: die Pyamide und die Maschine mit Mitarbeitern als Rädchen.

Doch je mehr in Unternehmen die Mitarbeiter (Zellen) und Teams, Abteilungen … (Organe) selbstbestimmt und selbstorganisierend arbeiten, um so mehr wird das Unternehmen zum lebenden Organismus.

Zum Vergleich: was kennzeichnet erfolgreiche Unternehmen?
Wichtigste Erfolgsfaktoren für Mitarbeitermotivation in erfolgreichen Unternehmen in weniger erfolgreichen Unternehmen
fortlaufende Planung 68 % 50 %
persönliche Zielvereinbarung 66 % 51 %
variable Gehaltsbestandteile 57 % 41 %
Mitarbeiterbefragung mehrmals im Jahr 21 % 7 %
Arbeitszeitmessung 63 % 75 %
3 – 6 Weiterbildungstage 62 % 49 %
mehr als 6 Weiterbildungstage 20 % 15 %
Quelle: ExBa-Studie 2004 in impulse 10/2004

An dieser Stelle werden Sie sich möglicherweise fragen: Was nützen mir diese Erkenntnisse für mein Unternehmen?

Vielleicht wird Ihnen der Nutzen deutlicher, wenn Sie sich einmal Beispiel-Unternehmen ansehen, in denen ähnliche Konzepte erfolgreich umgesetzt werden: – beispielsweise das der „Fraktalen Fabrik“ bei Dornbracht in Iserlohn oder das Konzept bei SEMCO Brasilien (kurze Beschreibung in deutsch und ein interview-ähnlicher Artikel dazu).

Ein ähnliches Herangehen finden Sie auch in Malik SuperSyntegration®.

Was kann ich daraus an Grundsätzen für eine Betriebsführung ableiten? – Wie wäre es mit folgenden Grundsätzen:

  • Erarbeitung einer eigenständigen Unternehmens-Vision, unternehmerischer Ziele, einer effizienten Struktur und einer unverwechselbaren Unternehmenskultur.
  • Ständiger Austausch von Produkten („Stoffen“), Leistungen („Energien“) und Informationen mit der Umwelt.
  • Offen sein für Entwicklungen, Chancen erkennen und flexibel nutzen.
  • Kontinuierliche und klare Kommunikation, sowohl innen als auch nach außen über möglichst viele Kanäle, vertrauensvolle Zusammenarbeit und gegenseitige Ersetzbarkeit.
  • Schaffung dezentralisierter Regelmechanismen zur Selbstregulation und Verantwortungsbereitschaft aller Mitarbeiter, gemeinsam füreinander einzustehen.
Nochmals: Selbstorganisation sichert den Erfolg.

Wollen Sie auch zu den erfolgreichen Unternehmen gehören?

Sie erinnern sich: R. Descartes und J. O. de La Mettrie hatten Tiere und Menschen wie eine Maschine erklärt. Es galt bald als fortschrittlich, praktisch gewinnbringend und effizient, alles wie eine Maschine zu konstruieren und zu steuern. Heute wird uns immer bewusster: Von der Natur lernen heißt erfolgreich werden. Vielleicht wollen Sie sich mal mit Ihren Mitarbeitern über eine Fabel von La Fontaine austauschen?

Heute hören wir von Forschungsergebnissen, was zum Beispiel alles ein menschlicher Organismus leistet: Er besteht aus ca. 100 Billionen Zellen. Jede Sekunde führt unser Körper 10 hoch 30 (Diese Zahl steht für eine 1 mit 30 Nullen) chemische Operationen durch. Jeden Monat bildet der Körper eine neue Haut, alle paar Wochen eine neue Leber und alle paar Monate ein neues Skelett.

Frage: Möchten auch Sie mit Ihrem Unternehmen einen solchen Jungbrunnen bilden, sich derartig flexibel in Ihrer Umwelt behaupten und entwickeln?

Wollen Sie das?

„Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern vordringen, wenn er nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen.“

(André Gide)

Wenn Sie das wollen, dann kann Ihnen sicher diese Homepage wichtige Anregungen liefern – oder Sie nehmen einfach Kontakt mit uns auf. 😉 D.Meinz@iab-dm.de

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Dagmar Meinz
Als Beraterin und Trainerin helfe ich Selbstständigen und Unternehmern, sich leichter und schneller in den oft ungeliebten betriebswirtschaftlichen Aufgaben zurecht zu finden und sich mit Ihrem Unternehmen wirkungsvoller zu präsentieren, um letztendlich dank mehr Umsatz und Gewinn Beruf und Familie besser vereinbaren zu können.

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