Was dürfen Steuerprüfer fotografieren?

Unter dem Titel „Wenn der Prüfer mit dem Smartphone kommt“ wird in der Financial Times Deutschland am 30.05.2012 über eine Verfügung der Oberfinanzdirektion Magdeburg (OFD) berichtet, die Vorgaben für die „Umsatzsteuer-Nachschau“ enthält, unter welchen Bedingungen und was Steuerprüfer fotografieren dürfen (S 7420b-7-St 24). Die darin enthaltenen Verfügungen lassen sich auch auf andere Außenprüfungen übertragen.

Fotos von offen zugänglichen Gegenständen erlaubt

Demnach sind Fotos nur in den Räumen erlaubt, die unternehmerisch oder beruflich genutzt werden. Um eine Privatnutzung des häuslichen Arbeitszimmers zu belegen, dürfen sie laut OFD-Verfügung auch davon Fotos machen. Wie in echten Betrieben dürfen allerdings nur Gegenstände, keine Personen abgelichtet werden.

Strengstens untersagt sei dagegen, ohne Einverständnis des Unternehmers Schubladen, Schränke oder gar Aktenordner zu öffnen und deren Inhalt abzulichten. Laut OFD-Verfügung dürften nur Gegenstände fotografiert werden, die offen herumstehen oder herumliegen.

Quelle: FTD, 30.05.2012

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Dagmar Meinz