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Zwangsweise Rentenversicherung für Selbstständige

Wie Dr. Andreas Lutz in einem Newsletter der xing-Gruppe „Gründer und Selbstständige“ vom 19.09.2012 berichtet, unterstützt auch die FDP-Fraktion im Bundestag das Gesetzesvorhaben von Ministerin von der Leyen. Eine Petition gegen das Gesetz vom Frühsommer wurde innerhalb von zwei Wochen von 80.000 Selbständigen mitgezeichnet … findet aber wohl kein Gehör bei den Politikern.

Rentenversicherungsbeitrag ab 262,50  Euro/Monat

Kommt die Rentenversicherungspflicht?

Wie denken Sie über die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige?

Der Monatsbeitrag soll voraussichtlich zehn Prozent der „monatlichen Bezugsgröße“ der Rentenversicherung betragen, also 262,50 Euro. Wer im Monat durchschnittlich weniger als 1.666,67 Euro Gewinn erzielt (20.000 Euro/Jahr), kann auf Antrag niedrigere, einkommensabhängige Beiträge leisten. Diese lägen dann vermutlich in Höhe von zwölf bis 15 Prozent des Gewinns. Der Beitrag wäre ab einem monatlichen Gewinn von mehr als 450 Euro zu tragen … zuzüglich zu den Mindestbeiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für Gründer soll es eine fünfjährige Schonzeit geben, bevor die monatlichen Mindestbeiträge zu zahlen sind.

Neben der gesetzliche Rentenversicherung sollen auch private Renten- und Lebensversicherungen anerkannt werden, insbesondere die Rürup-Rente oder auch fondsgebundene Versicherungen.

Keine Alternative zur Rentenversicherung möglich

Andere Altersvorsorgemaßnahmen wie beispielsweise Immobilien oder Direktanlagen in Aktienfonds scheinen derzeit nicht sehr chancenreich.

Ungeachtet dessen ist jedem aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen zu empfehlen, Alternativen außerhalb der Versicherung mit in das eigene Vorsorgeportfolio zu nehmen, wenn es denn nur irgend möglich ist.

Siehe auch: Geld anlegen mit Niedrigzinsen kostet Sparern Milliarden

Quelle: xing-Gruppe Gründer und Selbstständige

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Dagmar Meinz
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